ZISEMO - Zielgruppensensibles MobilitätsmanagementIm Praxisprojekt ZISEMO wurden zielgruppenspezifische Mobilitätsangebote für Mitarbeiter*innen im Schichtbetrieb und mit Migrationshintergrund partizipativ entwickelt und erprobt.https://zmi.energieinstitut.kombinat.at/Plone/forschung-und-projekte/zisemohttps://zmi.energieinstitut.kombinat.at/Plone/forschung-und-projekte/zisemo/@@images/image-1200-306b434293d7f2ff81088e38f703a137.jpeg
Im Praxisprojekt ZISEMO wurden zielgruppenspezifische Mobilitätsangebote für Mitarbeiter*innen im Schichtbetrieb und mit Migrationshintergrund partizipativ entwickelt und erprobt.
Energieinstitut Vorarlberg
Pilotunternehmen und Praxispartner war die Fa. Collini in Hohenems
Ziele
Mitarbeiter*innen im Schichtbetrieb und mit Migrationshintergrund zu einer umweltfreundlichen Anreise bewegen (Fahrradfahren, zu Fuß Gehen, ÖPNV Nutzung und Fahrgemeinschaften)
Herausfinden, welche Maßnahmen bei der Zielgruppe in der Praxis wirken.
Auf partizipative Weise gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen Maßnahmen entwickeln
Den Prozess der partizipativen Maßnahmenentwicklung in Form einesLeitfadens auch für andere Zielgruppen anwendbar machen.
Datenanalyse zum Mobilitätsverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund in Vorarlberg
Projektpartner
Land Vorarlberg (Fachbereiche Mobilität und Integration) - Auftraggeber
Die Methodik des Mobilitätsrats lehnt sich an den Bürgerräten an. Für den Kontext des betrieblichen Mobilitätsmanagements wurde das Beteiligungsmodell der Bürgerräte angepasst. Als Moderationsform diente die Methode "Dynamic facilitation".
Umgesetzte Maßnahmen
Im Projekt wurde ein "Probieraktionsmonat" durchgeführt. Anreiz zur Teilnahme boten Gutscheine, die eine umweltfreundliche Anreise belohnten. Jeder Anreisetag mit dem Auto führte zu einer Reduktion der maximalen Gutscheinsumme. Die Mitarbeiter*innen dokumentierten ihre tägliche Anreiseform öffentlich einsehbar. Beim Umstieg unterstützt wurden sie mit Leihrädern und ÖV Tickets. Zudem wurden Parkplätze für Fahrgemeinschaften eingerichtet und Fahrgemeinschaften zusätzlich mit Tankgutscheinen honoriert.
Ergebnisse
70 Prozent der insgesamt 97 Mitarbeiter*innen im Collini-Werk 1 in Hohenems nahmen am Aktionsmonat teil.
86 Prozent der Personen schafften es, an 10 oder mehr Tagen umweltfreundlich anzureisen.
65 Prozent der Teilnehmer*innen reisten sogar an 20 oder mehr Tagen umweltfreundlich an.
Nur 10 Prozent aller Fahrten der Teilnehmenden wurden im Aktionsmonat mit dem Auto (Alleinfahrer*innen) zurückgelegt.
Datenanalyse
Die Datenanalyse für das Mobilitätsverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund in Vorarlberg ergab unter anderem, dass das Mitfahren und gefahren Werden in der Zielgruppe der Mitbürger*innen mit türkischem Migrationshintergrund einen besonderen Stellenwert hat - eine Tatsache, die Fahrgemeinschaften begünstigt. Im Projekt wurden 21 Prozent der Fahrten im Aktionsmonat in Form von Fahrgemeinschaften absolviert.