Dämmen im Keller und auf dem Dachboden
Alleine über den Dachboden und ungedämmte Heizungsrohre gehen bis zu 25 % Heizenergie verloren. Hier lohnt es sich also besonders, über das Dämmen nachzudenken.
In einem ganz normalen Wohnhaus gehen rund 15 % der Wärme über das Dach bzw. den Dachboden verloren. Damit zeigt sich: Eine (verbesserte) Dämmung der obersten Geschoßdecke spart jede Menge Energie.
Befindet sich über der obersten Geschoßdecke ein kalter Dachboden, lässt sich diese Dämmung in vielen Fällen und mit etwas handwerklichem Geschick ziemlich einfach selbst anbringen. Die Kosten für das Dämm-Material rentieren sind durch einen geringeren Energieverbrauch innerhalb weniger Jahre. Außerdem erhöht sich durch die Wärmere Decke im Obergeschoß der Wohnkomfort spürbar.
Eine weitere heimliche „Energieschleuder“ sind ungedämmte Heizungsrohre im Keller. Da geht schnell einmal ein Kilowatt an Heizleistung verloren – oder bis zu 10 % an Wärme. Das Dämmen der Heizungsrohre ist noch viel einfacher als das Dämmen vom Dachboden. Wer mit dem Messer verletzungsfrei eine Gurke auseinanderschneiden kann, ist beim Dämmen von Heizungsrohren schon mit dabei.
Das Material ist sehr günstig und die Anschaffung rentiert sich innerhalb kürzester Zeit. Vorteil gegenüber dem Dämmen vom Dachboden: der Keller muss meist nicht ausgeräumt werden, weil die Heizungsrohre an der Wand und der Decke verlaufen.
Tipp: Das lässt sich ziemlich einfach selber machen
Im Gegensatz zur Dämmung von Wänden oder dem Tausch von Fenstern ist das Dämmen des Dachbodens oder der Heizungsrohre im Keller in vielen Fällen einfach selber machbar: Heizungsrohre praktisch immer, hier kann man nichts falsch machen. Dachboden: In vielen Fällen mit etwas handwerklichem Geschick.

Die Materialkosten sind in beiden Fällen überschaubar. Das Dämmen von Heizungsrohren ist für einige hundert Euro machbar, die Dämmung des Dachbodens erfordert je nach Größe und Material eine Investition ab etwa 1.500,- Euro.
In beiden Fällen amortisiert sich die Maßnahme innerhalb weniger Jahre.
Worauf achten beim Selbermachen?
Bei den Heizungsrohren kann man nichts falsch machen. Beim Dachboden kann man im Fall einer Betondecke auch nicht viel falsch machen. Sollte aber dann, wenn die Decke aus Holz besteht, eine Fachperson beiziehen. Das kann jemand von der Energieberatung sein, ein Handwerker oder eine Bauphysikerin.

Wer hilft?
Im Rahmen unseres Projekts „Einfach Machen“ helfen wir dabei, Do-it-yourself Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. „Einfach dämmen“ ist eine Aktion im Rahmen dieses Projekts. In den nächsten Jahren wollen wir im ganzen Land im Rahmen von Schwerpunktaktionen den Menschen beim Dämmen von Dachböden und Heizungsrohren helfen. Und zwar mit Infoveranstaltungen, kostenloser Beratung vor Ort, Materialpaketen, Lieferservice und Umsetzungsunterstützung.
Im April starten wir das Pilotprojekt in Lustenau. Am 24. April gibt’s eine Infoveranstaltung dazu im Rathaussaal. Details gibt's auf www.einfachmachen.community
Und wer sich nicht darüber hinaus sieht, der beauftragt einfach einen Handwerksbetrieb mit der Umsetzung. Das kostet dann ein bisschen mehr, lohnt sich aber trotzdem, weil die Energieeinsparung ja über mehrere Jahrzehnte lang anhält.