Exkursion Ilg Wärmespeicher und Heizwerk Stöcken
Die Exkursion der Partnerbetriebe führte uns Anfang März zum Energiewerk Ilg nach Dornbirn. Dort durften wir nicht nur den neuen, gigantischen Wärmespeicher besichtigen. Bei einem geführten Rundgang im Energiewerk Stöcken konnten wir uns ein umfangreiches Bild der neuesten Innovationen der Energiepionier*innen machen.
Mit unseren Partnerbetrieben besichtigten wir zuerst den neuen 28 Meter hohen Wärmespeicher des Energie Werk Ilg in Dornbirn – dabei haben wir einen echten Energiespeicher-Giganten gesehen! Dieser 6-Millionen-Liter-Pufferspeicher sorgt für eine stabile und nachhaltige Wärmeversorgung im Dornbirner Fernwärmenetz und dient zur Spitzenlastabdeckung.
Der Anspruch war es, das Blech sinnvoll zu verkleiden und so kamen wir zur Idee mit den PV Modulen.
Bernhard Ilg
Fakten zum Pufferspeicher
- Volumen 6.000 m³
- 28 Meter Höhe und 18 Meter Durchmesser. Gewicht 6.500 Tonnen
- Behälterwand besteht aus 12 mm Stahlblech mit durchgehender 2,5 km langer Schweißnaht
- Isolierung Dach und Behälterwand 40 cm dick
- Puffermaximaltemperatur 98 °C
- Entnahmeleistung bis zu 20 MW
- Energieinhalt Puffer 250.000 kWh (Wärmebedarf für 2 Tage Fernwärmenetz)
- Sommerbetrieb Speicherung Abwärme von Industriebetrieben
- Winterbetrieb Verminderung fossile Spitzenlast
Integrierte PV-Anlage als Innovationsträger
Von Bernhard Ilg (Energie Werk Ilg GmbH), Helmut Burtscher vom Partnerbetrieb doma vkw sowie Alexander Moosbrugger (mo energy systems) erhielten wir spannende Inputs. Besonders raffiniert: In Kürze liefert eine 250 kWp PV-Anlage an der Fassade noch mehr grüne Energie. Auf einer Fläche von 1300 m² werden speziell angefertigte, anthrazit satinierte PV-Module montiert werden.
Eine PV-Anlage, die sich um einen so großen Wärmespeicher zieht, ist wirklich einzigartig.
Helmut Burtscher, doma vkw
Die dazu benötigten Fassadensysteme stammen von mo-energy, mit denen das Projekt gemeinsam umgesetzt wird.
Fakten zu den PV-Modulen
- Leistung: 248,58 kWp (395 W pro Modul)
- Anzahl Module: 630 Stück (14 Module übereinander)
- Wechselrichter: 6x Fronius
- Module: spezialangefertigte Glas-Glas Module (in Europa produziert)
- Module sind satiniert zur Vermeidung von Reflexion
Einblick in die Welt der Energiepionier*innen beim Energiewerk Ilg
Beim Energiewerk Ilg Stöcken erfuhren wir während eines Rundgangs und anschließender Diskussion mit Julia , Bernhard und Margit Ilg viel Neues über die Arbeit der Energiepionier*innen. In den Holzkraftwerken wird jetzt schon neben Strom und Wärme auch technischer Kohlenstoff in form von biologischer Pflanzenkohle erzeugt. Diese findet ihre Anwendung sowohl in "Klimabeton", um Zement und aktiv Kohlendioxid einzusparen und in der Landwirschaft zur Bodenverbesserung und Geruchsreduktion in Güllegruben.
Bau einer Carbon-Capture Anlage
Im Herbst geht hier in Stöcken dann auch die erste landesweite Carbon-Capture Anlage - eine CO2 Abscheidungsanlage- in Betrieb. Das CO2 kann in der Folge in der Lebensmittel - und Bauindustrie eingesetzt werde, wo es fossiles CO2 verdrängt und somit einen erheblichen Beitrag zur CO2 Senkung beiträgt.
Zitat
Julia Ilg, Energiewerk Ilg
Fakten
- Wärmeverkauf: 40.000000kWh/Jahr
- Erzeugter Ökostrom: 8.000000 kWh/Jahr
- Windkraft: 1.000 W Demoanlage
- Photovoltaik: 6 Anlagen - 320 KWpea
- Pflanzenkohleproduktion: 3.200m3/Jahr
- Innovationen: Klimaasphalt, Klimabeton, Energiezentrale Wallenmald, CO2-Abscheidung
Vielen Dank an Helmut Burtscher von Partnerbetrieb doma vkw und Alexander Moosbrugger von mo energy systems für die spannenden und informativen Ausführungen über die innovative PV Fassade!
Unser besonderer Dank gilt auch vor allem der Gastgeberfamilie Ilg für ihren persönlichen unermüdlichen Einsatz und ihre Innnovationen, die Vorarlberg wieder einen weiteren Schritt in Richtung Energieautonomie führen!
Mehr Infos zum Wärmespeicher gibt's außerdem im aktuellen Videointerview mit Tobias Ilg.